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Dach Oberer Abschluß von Gebäuden zum Schutz gege Witterung, in Material und Form von klimatischen Bedinungen, Baustoffen und Stilen abnhänig (~Dachdeckungen, ~Dachformen).
Dachdeckung Die auf die ~Dachkonstruktion gelegte witterungsfeste Deckung. Möglichkeiten 1. Steinplatten, 2. mit Steinen beschwerte Holzbretter, 3. Stroh und Riedd., 4. Schindeld. aus dünneren Brettern, 5. Schieferd., 6. Bieberschwanzd. aus Flachziegeln, die mit der Nase auf der Unterseite in die Dachlatten gehängt werden, 7. Pfannend. aus S-förmigen Ziegeln, 8. Klosterd. aus habzylindrischen Ziegeln, die wechseln mit der Hölung nach unten und oben ineinandergreifen ("Mönch und Nonne"), 9. Falzziegeld. aus Ziegeln mit mehreren Falzen, die ineinandergreifen. - Ferner gibt es Deckungen mit Kupfer und in der Neuzeit mit Aluminium, Kunststoffen, Blechen und Teerpappe.
Dachformen 1. Pultd.: eine schräge Dachfläche, z.B. die Seitenschiffdächer von ~Basiliken, 2. Satteld. (Giebeld.): aus zwei schrägen Flächen und zwei ~Giebeln bestehend, häufigste Dachform, 3. Wallmd. mit schrägen Flächen an allen Seiten. Beim Krüppelwalmd. werden nur die Giebelspitzen, beim Fußwalmd. nur die Giebelfüße abgewalmt, 4. Mansardd.: nach dem französichen Baumeister Francois Hardouin-Mansart (1598-1666) benannte Dachform mit geknickten Flächen, deren untere steiler als die obere verläuft, wodurch sich Wohnraum im Dachstuhl (Mansarde) schaffen ließ, 5. Pyramidend. (Zeltd.) aus vier gleichen Dreiecksflächen gebildet, 6. Kegeld.: Turmd. in Form eines Kegels, 7. Pyramidend. als Turmd., 8. Helmd. (Rhombend.): von vier niedrigen Giebeln steigen die ~Firste der Satteldächer zu einer Spitze auf, 9. Faltd. dreieckige Flächen führen nach innen gefaltet zur Spitze eines Turmes, 10. Welsche Haube (Zwiebeld.): über einer tiefen Einschnürung erhebt sich die zwiebelförmige Turmspitze, vom 16. bis 18.Jh. vor allem in Süddeutschland auftretend. Eine neuere Form ist das Säge- oder Shedd., aus einer Reihe asymetrischer Satteldächer bestehend, bei dennen die fast senkrecht verlaufende Fläche verglast sein kann.
Dachkonstruktionen Das Traggerüst des Dachstuhls wurde in der Vergangenheit immer und wird heute noch meist aus Holz errichtet: 1. Beim Pfettendach sind auf horizontaler Balkenlage die ansteigenden Sparren mit Fuß- und Mittelpfetten zugfest verbunden. Die Mittelpfetten werden in Abständen von ca. 4,50m durch Stiele gestützt, die von Streben begleitet sein können, um die Lasten in das Außenmauerwerk abzuleiten. Bei größeren Spannweiten wird eine Firstpfette verwendet, die ebenfalls durch Stiehle abgestüzt wird, 2. beim Sparrendach werden zwei Sparren, mit einem Dachbalken zu einem Dreieck (Gespärre) verbunden. Die Gespärre werden durch schräg untergenagelte Windrispen gefestigt. Diese Konstruktion ist nur für Sattledächer mit geringer Raumtiefe verwendbar, 3. beim Kehlbalkendach müssen die Sparren, wenn sie die Länge von 4,50m überschreiten, möglichst in der Mitte durch Kehlbalken unterstützt werden.
Weitere Sachbegriffe zum Thema Architektur und CAD werden folgen...
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