Neue Spezialklinik in Fulda
Neurochirurgische Klinik in Fulda

Fulda hat eine neue Spezialklinik: Das hochmoderne Neuro-Spine-Center in der Münsterfeldallee wird ab Ende August Patienten mit Wirbelsäulen- und Nervenerkrankungen offen stehen. Neurochirurg Dr. Samir Al-Hami hat die Zahnklinik der einst an der Haimbacher Straße stationierten US-Armee zu einer mit medizinischem High Tech ausgerüsteten Privatklinik umbauen lassen.

Von außen hat sich das Gebäude kaum verändert, innen freilich wurde entkernt und eine Fläche von rund 1800 Quadratmetern für die neue Nutzung umfunktioniert. Auf zwei Etagen öffnen sich großräumige und großzügige Bereiche, durch einen lichten Treppenaufgang mit viel Helligkeit durchflutet. Im Erdgeschoss befindet sich neben Umkleide- und Personalaufenthaltsräumen der rund 600 Quadratmeter umfassende Operationsbereich.

Hochmoderner OP-Saal

Dazu gehören unter anderem Sterilisations-, Einleitungs-, Anästhesie- und Aufwachräume sowie die Intensivabteilung und der Bettenaufzug zur Station im ersten Stock. Kernstück der OP-Etage ist der mit 80 Quadratmetern großzügig bemessene Operationssaal mit hochmoderner, zukunftsorientierter Einrichtung und Technik.
Al-Hami, ehemaliger Leitender Oberarzt der Neurochirurgie am Fuldaer Klinikum, der seit über einem Jahr als niedergelassener Arzt in Fulda praktiziert und im Lauterbacher Krankenhaus operiert, bietet nun in seiner eigenen Klinik alle OP-Techniken bis hin zu minimalinvasiven Eingriffen an. Wert legt der 46-Jährige nach eigenen Worten darauf, dass die Behandlung des Patienten von der Voruntersuchung über Operation und klinische Nachbetreuung bis hin zur Abschlussuntersuchung in einer Hand bleibt. Während die ambulante Behandlung laut Al-Hami von den Krankenkassen übernommen wird, sei die Regelung für die stationäre Aufnahme noch offen, weshalb bislang privat abgerechnet werden müsse.
Zum Service des Neuro-Spine-Centers, wobei "Neuro" für Nerven und "Spine" für Wirbelsäule steht, gehört auch ein neurologischer Notdienst für Wirbelsäulenerkrankungen. Zusätzlich zum klinischen Angebot ist er rund um die Uhr besetzt. Auf der OP-Etage wird Al-Hami ab September auch seine Praxis einrichten.

Individuelle Zimmer

Platz ist dort auch für weitere Praxen, denn zusammen mit Anästhesisten, Orthopäden, Radiologen, Physiotherapeuten und eventuell auch mit einem plastischen Chirurgen soll das Zentrum nach den Vorstellungen des Neurochirurgen so etwas wie eine "medizinische Einheit" werden.
Mit dem Bettenaufzug wird der Patient nach der Operation auf die Station im ersten Stock gebracht. Zehn Betten in individuell gestalteten Ein- und Zweibettzimmern stehen bereit. Neben Technik, die einer Akutstation angemessen ist, sind die Zimmer mit Sitzecke sowie getrenntem Bad und WC ausgestattet. Per Computer hat die Stationsleitung alle Klinikbereiche im Blick, vom Patientenzimmer bis zum OP-Saal.
Der Besucher kommt über den breiten Doppel-Treppenaufgang nach oben in die so genannte Multifunktionshalle mit Empfang und Anmeldung, Fernseh- und Internetbereich sowie einer großzügigen Sitzecke. Die hellen, hohen Wände sind für wechselnde Bildausstellungen eingerichtet. Kunst empfängt Besucher und Patienten bereits im Treppenhaus, wo Carmen Stahlschmidt aus Mainz das Thema "Neuro-Spine" künstlerisch verarbeitet hat.
Innen wie außen beeindruckt das neue Center durch großzügige Gestaltung. Dennoch ist für Dr. Al-Hami das Ambiente nicht das Wichtigste: "Ich habe hier meine Vorstellung von einer Klinik mit hoher medizinischer Qualität verwirklicht", sagt er gegenüber der FZ. Dazu gehöre auch fachlich hochqualifiziertes und erfahrenes Personal. Mit 17 Mitarbeitern, darunter drei Anästhesisten, ein Assistenzarzt sowie vier OP-Schwestern und fünf Pflegekräften auf der Station beginnt Al-Hami dieser Tage seine Arbeit in der Klinik.

Tag der offenen Tür

Vorher können Interessenten das Haus samt allen Einrichtungen am morgigen Samstag beim „Tag der offenen Tür“ besichtigen. Dabei wird Orgelmann Carlos Schreiner vor der neuen Klinik aufspielen und für die Hochwasseropfer sammeln.

Gelesen: Bericht - Fuldaer Zeitung, 2002